20 Dinge

Ich las vor ein paar Tagen zuerst in Junas Blog von einem Blockstöckchen, in der man der Welt 20 Dinge über sich verraten muss. Nachdem ich dann am Mittwoch Abend im meiner Timeline sehr viele mit #20Dinge gehashtagte Tweets sah, schwirrte es mir schon im Hinterkopf rum, mir das Stöckchen von Juna zu borgen und 20 Dinge über mich ins Netz zu stellen.

1. Ich wurde mal vom Internat verwiesen, weil die zumindest damals alkoholabhängige Mutter eines Arschlochs Internatbewohners wahrscheinlich auf sein Geheiss hin die Polizei anrief, um denen zu erzählen, ich würde einen Amoklauf planen. Mein Rauswurf war dann gefühlt eine Sache von Sekunden, ich hatte keine ernsthafte Möglichkeit, irgendetwas darauf zu erwidern.

2. Ich kommentiere sehr häufig Dinge. Redet jemand und mir kommt ein Gedanke, rutscht dieser Gedanke oft aus mir raus und unterbricht mein Gegenüber. Ich versuche in letzter Zeit, daran zu arbeiten, weil mir mitgeteilt wurde, es sei unhöflich und respektlos, andere Menschen nicht ausreden zu lassen. Leuchtet mir ein, also versuche ich, es zu ändern. Ausserdem kann ich reden wie ein Wasserfall, ohne auf den Punkt zu kommen.

3. Als ich mit 16 das erste Mal Alkohol getrunken habe, habe ich auf nüchternen Magen 10 Zäpfle weggekippt. Danach kann ich mich nur noch unscharf an die Ereignisse des Abends erinnern, angeblich habe ich dann noch Wodka gebechert. Auf jeden Fall endete der Abend im Krankenhaus. Für den Transport mit dem Krankenwagen musste ich ungefähr fünf Euro zahlen, meine verlorene Brille lag mit mehr als 300 Euro schon schwerer im Magen.

4. Wo wir gerade beim Thema Drogen sind: Ich habe an meinem Abiball alle möglichen Leute eingeladen und mich ordentlich abgeschossen. Zwischendurch habe ich eine von drei Zigaretten meines Lebens geraucht. Als ich dann hacke dicht am nächsten Morgen nach Hause kam, ich rannte unterwegs noch in einen hüfthohen Metallpoller, habe ich die Marmorplatte des Waschbeckens zertrümmert (es war ein Unfall) und bin am nächsten Morgen neben der Toilette aufgewacht.

5. Ich habe ab und an gekifft, diverse Personen finden es äußerst amüsant, dass ich nicht viel von dem Zeug vertrage. Aber es gefällt mir. Ich finde es nicht schlimm, Drogen zu konsumieren. Alkohol, Tabak und Twitter sind ja auch Drogen ;-)

6. Ich halte selten Dinge durch, die ich mir vorgenommen habe. Beispielsweise bin ich gerade zum dritten Mal dabei, ein Buch über Objective-C zu lesen. Dieses Mal schaffe ich es! Ich versuche seit Monaten relativ erfolglos, eine To-Do-Liste in meinen Alltag zu integrieren. Ratschläge, die zum Erfolg dieses Unterfanges führen könnten, sind übrigens sehr willkommen.

7. Ich erfreue mich sehr häufig an guten Ideen und schönen Gedanken. Ich finde es beispielsweise klasse, was man mit der Mathematik alles beschreiben und machen kann. Wenn so ein mich erfreuender Gedanke auftaucht und ich ihn mitbekomme, grinse ich wie ein Honigkuchenpferd. Ich begeistere mich auf oft für Kleinigkeiten.

8. Vor ein paar Monaten brachte mir ein Klassenkamerad (und Mitglied unserer Kochgruppe, anfänglich bestehend aus ihm und mir) Couscous mit Joghurt mit. Das esse ich seitdem sehr gerne.

9. Da mir die 10 Regeln eines Zen-Programmierers so gut gefallen haben, habe ich sie auswendig gelernt. In der Schule habe ich das gehasst, doch dieser Beitrag pflanzte mir diese Idee, an der ich mich übrigens auch erfreute (Siehe 7.), so tief in den Kopf, dass ich sie seitdem nicht mehr missen möchte. Ich habe sie mir sogar fein säuberlich aufgeschrieben. Das mache ich sonst nicht. Ausserdem versuche ich, so viele Regeln wie möglich in meinen Alltag einfliessen zu lassen, denn meiner Meinung nach taugen sie nicht nur für’s Programmieren.

10. Ich bin eine ziemliche Pienzbacke und bisweilen sehr ignorant. An der Ignoranz versuche ich ebenfalls zu arbeiten.

11. Ich setze mich in Zügen und Strassenbahnen meistens so, dass ich beim Aussteigen nicht so weit laufen muss. Beispielsweise sitze ich in der S-Bahn zum Heidelberger Hauptbahnof immer so, dass ich direkt an der Treppe aussteigen kann. Ähnlich ist es mit Strassenbahnen.

12. Wenn ich mich dabei erwische, wie ich schlecht über andere Menschen denke, dann fühle ich mich schlecht.

13. Ich bin mehrmals im Physikunterricht im Gymnasium eingeschlafen. Einmal hat mein Lehrer mich erwischt. Ein anderes Mal habe ich 10 Minuten vor Schluss beschlossen, dass es nichts bringt, jetzt noch wach zu bleiben. Daraufhin habe ich meinen Kopf auf meine auf der Tischplatte verschränkten Arme gelegt und geschlafen.

14. Apropos schlafen: Ich rede im Schlaf. Manchmal schaffe ich ganze Sätze, manchmal grunze ich eher. Von alledem bekomme ich nichts mit, da ich meistens wie ein Stein schlafe. Vor ein paar Wochen bin ich schlafgewandelt und stand auf einmal in Unterhosen vor der verschlossenen Wohnungstür. Da bin ich aufgewacht und habe panisch geklingelt. Ein andernmal habe ich verschlafen, dass es geklingelt hat. Da ich den Schlüssel im Schloss vergessen hatte, musste meine Freundin gut 2 Stunden vor der Wohnungstür warten, sie war mit Freunden unterwegs, ich habe geschlafen und habe nicht gehört, dass sie sturm geklingelt hat. Das tut mir heute noch leid.

15. Beim Umzug musste ich 6 Stunden in der Innenstadt von Mannheim in der Kälte sitzen und auf die Möbel aufpassen. Die Möbel haben wir in mehreren Fuhren in die neue Wohnung verfrachtet. Ich hatte mir eine Tasche mit Proviant vorbereitet, die wurde jedoch ganz am Anfang mitgenommen. Als ich zwei Joghurts gefunden habe, war ich richtig erleichtert. Als wir später an dem Abend bei Ikea waren, habe ich für vier Pizzateller mehr als 20 Euro hingelegt, es war mir egal. Ich habe es erst ein paar Tage später gemerkt, als ich zufällig auf den Kassenzettel geschaut habe.

16. Vor ein paar Jahren habe ich mich sehr intensiv um meine digitale Musiksammlung gekümmert, sie war bis ins Detail gepflegt. Das habe ich in letzter Zeit “dank” Spotify ziemlich schleifen lassen.

17. Ich war ein ziemliches Problemkind in der Schule, in der fünften Klasse wäre ich knapp wieder direkt vom Gymnasium geflogen. Mein Sportlehrer, zugleich mein Lateinlehrer, drückte mir einen Verweis rein, weil ich meine Sportschuhe zwei Mal vergessen hatte. Mein Lateinlehrer, zugleich mein Sportlehrer, drückte mir einen Verweis rein, weil ich meine Lateinhausaufgaben drei Mal vergessen hatte. Und mein Religionslehrer wollte mir auch einen Verweis reindrücken, weil ich eine Strafarbeit nicht abgegeben hatte. Die Strafarbeit habe ich bekommen, weil ich im Schullandheim jemandem eine Schaukel mit hoher Geschwindigkeit an die Backe getragen habe. War mir damals egal.

18. In der Oberstufe war mein Spitzname “Wookie”, weil ich vergleichsweise lange Haare hatte. In Verbindung mit meinem jüdischen Vornamen wurde ich irgendwann nur noch “Der Hairbräer” genannt.

19. Ich habe mal Katzenfutter probiert. Schmeckt wie Labskaus.

20. Angeblich bin ich ein relativ anstrengender, komplizierter Mensch.

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