Es gibt keine Nichtwähler

Im Gegensatz zu Nordkorea sind Volkszählung und Wahlen bei uns nicht das gleiche. Regelmässig nerven uns diese doofen Parteien mit ihrem Wahlkampf. Wir sollen ihnen unsere Stimme geben, sagen sie. Sie vertreten unsere Interessen, sagen sie und manche Parteien lachen.

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Diese Parteien, die lachen, lösen ein Gefühl der Politikverdrossenheit und Ohnmacht aus. Warum soll ich wählen, wenn sich dadurch eh nichts ändert? Wenn viele Menschen so denken, dann kommt raus, dass ein Bruchteil der Menschen in Brandenburg entscheiden, von wem alle betroffenen Menschen regiert werden.

Natürlich gehört zu jedem Wahlrecht auch die Möglichkeit, nicht davon gebrauch zu machen und auf die Stimmabgabe zu verzichten. Niemand sollte gezwungen werden dürfen, für oder gegen etwas oder eine Partei zu stimmen.

Wenn du nicht wählst, gibst du deine Stimme trotzdem ab. Die Stimme wird dann prozentual aufgeteilt entsprechend dem Ergebnis, das die Menschen, die ihren Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen haben, beschlossen haben.

Ergo unterstützt alle in Brandenburg, der nicht vom Stimmrecht gebrauch gemacht hat, zu 12,2 Prozent die AfD, zu 2,2 Prozent die NPD, und zu 1,5% die FDP. In Sachsen findet jeder Nichtwähler zu 4,9% die NPD gut.

Sicherlich ist das eine sehr einfache Sicht auf die Dinge. Mir kam der Gedanke vor ein paar Tagen und ich fand ihn interessant genug, ihm einen Blogbeitrag zu widmen. Verzeiht mir den provokanten Titel.

#Thermomix

Die großartige Juna haute mir heute den #thermomix in die Timeline. Thermowas?

Der Thermomix ist eine Multifunktions-Küchenmaschine der Wuppertaler Unternehmensgruppe Vorwerk [...] Der Thermomix hat zwölf verschiedene Funktionen, er kann dampfgaren, rühren, wiegen, mixen, mahlen, kneten und zerkleinern.

Quelle: Wikipedia

Kurz: Die eierlegende Wollmilchsau der Küche.

Vor ein paar Tagen kam scheinbar ohne große Ankündigung eine neue Version auf den Markt. Einige Menschen haben sich darüber beschwert, hätten sie das gewusst, hätten sie natürlich das neue Gerät gekauft.

Zurück zum eigentlichen Punkt: Vorwerk hat ein entsprechend aufwendiges Werbevideo produziert.

Beim Thermomix haben die Menschen von Vorwerk wahrscheinlich bei Victorinix abgekupfert. Die haben vor geraumer Zeit eine ähnliche eierlegende Wollmilchsau erfunden.

Und beim Video haben die Werbefritzen eindeutig bei Philipp Walulis geklaut. Glaubt ihr nicht? Hier der Beweis:

Ja, ich gehöre vermutlich eher nicht zur Zielgruppe des Thermomix’s. Ich koche gerne. Würde das Ding noch den Abwasch erledigen, das Wohnzimmer saugen und den Müll runterbringen, zum Mond und in der Zeit reisen können, könnte ich fast schwach werden.

#twabendessen am 16. September 2014

Kurze Durchsage: Das nächste #twabendessen findet am 16. September um 19:00 Uhr im red in Heidelberg statt. Ich habe einen Tisch für 10 Personen reserviert und hoffe, dass das reicht.

Ihr findet das #twabendessen auch auf twittagessen.de. Da mir der Überblick fehlt, wer alles kommt, würde ich euch bitten, mich einfach nochmal anzutwittern.

Wenn ich merke, dass es mehr als 10 Menschen sind, dann reserviere ich uns noch ein paar Plätze.

Ich freue mich auf euch!

Schöner Coworkingspace in Heidelberg

Die alte Feuerwache in Heidelberg wird seit einiger Zeit zu einem Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum umgebaut. Sie liegt zu Fuss ungefähr 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.


Größere Karte anzeigen

Die Menschen vom Breidenbach haben sich ein Stück des Gebäudes gesichert und bieten jetzt einen großartigen Coworkingspace an.

Was ist ein Coworkingspace?

Ein Coworkingspace eine Art Bürogemeinschaft. Der Betreiber stellt die grundlegende Infrastruktur zur Verfügung. Man kann sich dann dort einen Schreibtisch mieten und arbeitet für gewöhnlich als Freelancer, Student, Startup oder digitaler Nomade. Der Hintergedanke ist, dass alle, die dort arbeiten, von einander profitieren können. Ich leiste mir im Moment den Luxus, um für meine Zwischenprüfung zu lernen.

Erzähl’ mal was vom Coworkingspace

Grundriss des Coworkingspace

Grundriss des Coworkingspace

Insgesamt gibt es 14 Arbeitsplätze in zwei Räumen. An jedem Arbeitsplatz gibt es einen großen Schreibtisch, genügend Steckdosen und eine Lampe. Einen Rollcontainer könnt ihr euch ebenso mieten, ebenso wie einen abschliessbaren Spind.

Im kleineren Raum befinden sich drei Arbeitsplätze.

Im kleineren Raum befinden sich drei Arbeitsplätze.

Im großen Raum haben elf Menschen Platz.

Im großen Raum haben elf Menschen Platz.

Großer Raum 2

Vom Arbeitsbereich kommt man direkt ins Wohnzimmer

Vom Arbeitsbereich kommt man direkt ins Wohnzimmer.

Daneben gibt es einen Raum für Meetings und eine Nische mit Kühlschrank und Spülmaschine.

Meetingraum

Die Küche hat eine Spülmaschine und einen Kühlschrank.

Die Küche hat eine Spülmaschine und einen Kühlschrank.

Hier könnt ihr auch eine Kleinigkeit essen.

Hier könnt ihr auch eine Kleinigkeit essen.

Ihr könnt hier verschiedene Getränke für je einen Euro die Flasche kaufen, Tee und Kaffee sind im Preis inbegriffen.

Alles, was man braucht.

Alles, was man braucht.

Um ordentlich Prokrastinieren Arbeiten zu können, gibt es eine ordentliche Internetanbindung und einen Drucker.

Internetleitung

Habt ihr genug gearbeitet, könnt ihr im Wohnzimmer natürlich auch Chillen, Sitzen, Kaffee trinken.

Chillout-Area

Und was kostet der Spaß?

Der Spaß ist leider nicht ganz billig. Du bezahlst einen Grundpreis und kannst verschiedene Optionen dazubuchen.

Grundpreis

10er-Karte, wie im Freibad 100€
Monatsmiete (24/7) 150€

Dazu kommt noch eine Kaution von 50€ für den Schlüssel.

Zusätzliche Optionen

Fester Schreibtisch 20€
Abschliessbarer Spind 15€
Abschliessbarer Rollcontainer 10€
Briefkasten 100€

Willst oder brauchst du alle Optionen, kannst du auch das Sparpaket buchen. Du hast dann für einen Monat einen festen Schreibtisch und alle Optionen

Sparpaket 180€

Und wie erreiche ich die Betreiber?

Melde dich einfach per Mail oder Telefon bei den Leuten vom Breidenbach. Vielleicht bieten sie dir ja ein Probearbeiten an. Irgendwann soll man einen Arbeitsplatz auch online buchen können. Irgendwann.

Und dein Eindruck?

Ich fühle mich hier wohl, auch wenn es im Moment verständlicherweise etwas leer ist. Das Ganze befindet sich noch im Aufbau. Ich finde es aber nicht nachvollziehbar, dass in einer Monatsmiete kein fester Schreibtisch inbegriffen ist und das keine Tages- oder Wochentickets angeboten werden.

Mir gefallen aber die großen Schreibtische und das Flair. Wenn ich mal groß bin, will ich hauptberuflich von sowas aus arbeiten. Genug der Werbung, vielleicht sollte ich den Breidenbachern für diesen Beitrag einen Monat Coworking berechnen? :-)

Hast du schon mal in einem Coworkingspace gearbeitet? Wäre das was für dich? Hast du Fragen?

Drucken und Kopieren kostet ab sofort 10ct pro Seite.

#allesanzünden

“Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.”

“Wofür?”

“And now you do what they told ya ”

“Und wir schreien uns heiser nach Mehr und verzeihen uns Geiz, Gier und Begehr.”

tbc.

Es stört mich so sehr, ich habe sogar einen Blogpost verfasst!

Scheinbar überall in Heidelberg haben Menschen Probleme mit Lärm. Sei es nun die Initiative “Leben in der Altstadt“, kurz LindA, die sich wundert, dass es in der Altstadt mit seinen Kneipen am Wochenende ein bisschen lebhafter ist, oder Menschen des Emmertsgrund, die es eher so mittelgeil finden, dass Kinder und Jugendliche im Sommer abends länger draußen sind:

“Das geht teilweise bis 1 Uhr nachts und länger. Das ist gerade für Berufstätige eine große Belastung” [...] Hörner störte das so sehr, dass er sogar einen Brief an Bürgermeister Erichson schrieb.

Was die Menschen in den beiden Stadtteilen gemeinsam haben?

Richtig, sie erwarten, dass die Polizei es richtet!

Die LindA fordert unter anderem

Präsenz der Ordnungskräfte auch in den Zeiten von 0-6 Uhr morgens ist nötig.

und zwischen ein paar Menschen des Emmertsgrund, der Polizei, noch ein paar anderen und Wolfgang Erichson findet man

Ein Lösungsansatz sei, die Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst zu verstärken.

Die Polizei ist mit dem Bürgermeister und ein paar anderen durch den Emmertsgrund gelaufen, erklärte der Bürgermeister:

Man will so [...] den Jugendlichen zeigen, dass sie unter Beobachtung stehen [...]

Was sagen Sie dazu, Patrick Stewart?

Und Sie, Chris O’Dowd?

Ein Anwohner erzählte,

[...] dass die meisten der Jugendlichen ansprechbar seien und sich andere Treffpunkte suchten. Es gäbe jedoch eine Gruppe von etwa zwölf jungen Menschen, die sich nichts sagen lassen und sogar beleidigend werden.

Oh, achso. Wenn das so ist… Und haltet euch fest, es wird noch schlimmer! Menschen begehen Mundraub! Was da hilft? Ist doch klar: Mehr Polizei!

Ich hätte da ein paar Vorschläge, wie man die Probleme sowohl im Emmertsgrund, als auch in der Altstadt schneller in den Griff bekommen könnte:

  • Wandelt den Emmertsgrund und die Altstadt Deutschland in ein Gefahrengebiet um!
  • Ruft die Nationalgarde!
  • 1984!
  • Waffernlieferungen in den Emmertsgrund und die Altstadt!
  • Verbietet Kinder, Partygänger und Alkohol!
  • Ausländer raus!
  • Verbietet jegliche Entfaltung des Persönlichkeitsrechts!
  • Schafft Grund- und Menschenrechte ab!

Ich hätte diese Vorschläge gerne der RNZ als Lesermeinung unter den Kommentar gepackt. Die wollen zum Artikel über mehr Polizeipräsenz im Emmertsgrund aber keine Leisermeinungen. Schade.

Das nächste #twabendessen

Es ist höchste Zeit, mal wieder ein #twabendessen zu veranstalten, findest du nicht?

Ein #twabendessen ist wie ein #twittagessen, nur abends. Bei einem #twabendessen/#twittagessen treffen sich Menschen, die Twitter nutzen, um zusammen etwas zu essen.

Die Spielregeln sind einfach: Du stimmst ab, wann und wo das #twabendessen stattfindet, ich kümmere mich um den Rest.

Es gibt wieder ein dudle mit ein paar möglichen Terminen, da kannst du dich einfach eintragen. Dir wäre ein anderer Termin lieber? Dann trage ihn doch einfach nach, hinterlasse hier einen Kommentar oder twittere mich an.

Auch zum Ort gibt es ein dudle. Auch hier kannst du ein Lokal nachtragen, wenn dir eins fehlt.

Und jetzt stimm’ ab!

Links #5

- Kurz in eigener Sache: Ich bastel ein einem neuen Microblog, der twitter eines Tages ablösen soll. Soll ich bei Gelegenheit mal was zu den Gründen schreiben? Der bekommt in ein paar Tagen auch noch eine eigene Domain, da gibt es zur Zeit aber noch ein paar Probleme mit meinem Domainprovider.

– Die “Spitzenvertreter des Gesundheitswesens” haben beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2015 nur noch die elektronische Gesundheitskarte gilt. Was ich ziemlich happig finde, ist folgende Passage:

[...] Arzneimittel sollen bei Nichtvorlage der eGK nur privat verordnet werden. [...]

– Viele Menschen standen letzte Woche auf Tischen, ich wusste zwar, dass das irgendwas mit dem Club der toten Dichter zu tun hatte, aber was genau es war, war mir bis Freitag unbekannt. Freitag war ich dann krank und schaute mir besagten Film an. Ein schöner Film.

– Ich mache gerne nochmal Werbung: Quizmag, das erste Rätzelmagazin, braucht noch ein bisschen mehr als 8.000€. Ich habe mir mein Exemplar schon gesichert, was ist mit dir? Du hast noch zwei Wochen Zeit.

Ein zuversichtliches Fahrrad – Teil 1.5

Im letzten Teil war ich froh, dass ich wieder mit dem Fahrrad fahren konnte. Heute wollte ich an das letzte Mal anknüpfen, sprich: Bremsen richten und mit der Gangschaltung beginnen. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so weit als wie zuvor. Und blogge darüber.

Doch der Reihe nach: Ich ließ es mir nicht nehmen und setzte mich auf den Hinweg zum Radhof in Bergheim auf besagtes Fahrrad. Zwar rutschte die Kette mehrmals ab, aber ich kam tatsächlich an. Lebend. In einem Stück. Ich fragte einen Menschen vom Radhof, ob er mir bei der Hinterradbremse helfen kann. Er schaute sich das an und erklärte mir, dass ich sie einfach straffer einstellen müsse. Das tat ich auch, nur es tat sich nichts. Die Bremse bremste weiterhin nicht. Ein anderer Mensch meinte, dass die Ursache auch der Bremsbelag sein könne. Sie hätten jedoch keinen solchen Bremsbelag, ich solle mal bei einem anderen Fahrradhändler fragen.

Gesagt, getan. Auf meinem Drahtesel fuhr ich weiter. Ich schilderte dem anderen Fahrradhändler meine Bremse und sagte ihm, dass ich entsprechende Beläge bräuchte. Er identifizierte meine Hinterradbremse als eine U-Brake und erklärte mir, dass ich dafür keine Bremsbeläge mehr kaufen könne. Die wären schon vor geraumer Zeit ausgestorben.

Das machte mich wütend. Ich hatte schon Geld in das Fahrrad gesteckt und jetzt sollen so blöde, alte, nicht mehr erhältliche Bremsbeläge mich daran hindern, weiter zu machen?

fuck you bremsbelag

Ich war wütend. Erst wollte ich dem Händler das Rad überlassen, dass er es entsorgt. Ich holte mir eine Flasche Wasser, lief ein paar Meter und kam zu dem Entschluss, es erstmal wieder mit nach Hause zu nehmen. Verschrotten kann ich es immernoch. Auf auf dem Weg nach Hause flog die Kette mehrmals raus, aber ich kam wieder an. Lebend. In einem Stück.

Ich habe eben gelesen, dass sie zwar bei Freestyle-BMX-Rädern noch genutzt werden, aber U-Brake-Bremsbeläge werden scheinbar echt nicht mehr verkauft. Und was ist, wenn die Bremsbeläge einer solchen Bremse durch sind? Kauft mensch sich dann einfach eine neue Bremse?

So wie ich das sehe, habe ich genau zwei Möglichkeiten.

  1. Ich treibe irgendwo diese doofen Bremsbeläge auf. Hätte den Nachteil, dass ich mich in ein paar Wochen/Monaten/Jahren wieder mit dem gleichen Problem befassen darf. Und wer weiss, ob es die dann noch gibt?
  2. Ich besorge mir einen neuen Rahmen, an den hinten ordentliche, moderne und hoffentlich noch eine Zeit verfügbare Bremsen montiert werden können. Hier darf ich aber in einen neuen Rahmen und neue Bremsen investieren. Ein Rahmen kostet beim Radhof 50€, wenn ich mich recht erinnere.

Und das alles wegen so bescheuerten Bremsbelägen. Ich sollte mehr Gifs in meine Beiträge einbauen. Das hebt die Stimmung.

Ein zuversichtliches Fahrrad – Teil 1

VLUU L110, M110  / Samsung L110, M110

Juna versuchte sich letztens äußerst erfolgreich daran, einen schönen, nachhaltigen, großen und selbstgebauten Blumenkasten zu bauen. Für meinen grünen Daumen reichen zwei einfache Blumentöpfe. So, irgendwie muss ich den Bogen jetzt schlagen: Gestern Abend kam mir spontan die Idee, ein altes Fahrrad wieder flott zu machen. Nachhaltig, Baby!

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